Über uns

Erfahre mehr über den Vorstand unseres Vereins:

1. Vorsitzender: Volker Marx

Volker Marx

2. Vorsitzender: Axel Scherer


Kassierer: Uwe Krämer

Sportwart: Bernd Sander


Schriftführer: Aribert Lauck

Beisitzer: Fabian Linnebacher, Rainer Helfgen

Chronik des BC 1921 Elversberg e.V.

Die Gründerzeit

Am 13. September 1921 herrscht im Gasthaus Karl Euschen in der Hauptstraße zu Elversberg Hochstimmung. 32 beherzte Männer finden sich an diesem Tage zusammen um den Billardclub 1921 Elversberg ins Leben zu rufen.

Gründungsvorstand:

  1. Vorsitzender Moritz Karl
  2. Vorsitzender Heintzen Mathias
  3. Schriftführer Müller Jakob
  4. Schriftführer Malter Karl

Kassierer Euschen Karl

  1. Spielwart Fuchs Arthur
  2. Spielwart Klemann Heinrich
  3. Spielwart Emmerich Christian

Die Bergmannsgemeinde zählt damals 5.000 Einwohner. Nach dem schweren Tagewerk auf der Grube, sucht man gerne Zerstreuung und Abwechslung im Billardspiel, das zu dieser Zeit gerade in Blüte kommt.

So wählt die Gründungsversammlung am Dienstag, dem 13.September 1921, den Bäckermeister Karl Moritz zum 1. Vorsitzenden und gab sich einen Vorstand. Dies ist der erste Schritt in Richtung organisierten Billardsport.

Im gleichen Jahr entsteht in St.Ingbert ebenfalls ein Billardclub. Jedoch bereits anno 1908 hatte sich in unserer Nachbargemeinde Spiesen der Billardclub „Fidelio“ konstituiert. In den nachfolgenden Jahren gründen sich weitere Billardvereine in Altenwald, Neunkirchen und Sulzbach. Damit sind für die zunächst betriebenen Freundschaftsturniere die notwendigen Voraussetzungen geschaffen. Es entsteht eine herzliche Sportkameradschaft, die bis heute immernoch zählt.

Die 30er Jahre

Zu Beginn der 30er Jahre entwickelt sich das organisierte Billardspiel mit Mannschaftsmeisterschaften und Einzelmeisterschaften im Saarland mit aufsteigender Tendenz.

Die Saison 1934/35 verzeichnet erstmals in der Vereinsgeschichte eine errungene Mannschaftsmeisterschaft. Die Siegermannschaft: Heinrich Klemann, Alois Bosslet, Willi Gerhardt, Emil Müller, Josef Bonert und Arthur Fuchs werden Meister der „Gruppe Ost“.

Seit dieser Zeit ist die 1.Mannschaft des BC Elversberg stets in den obersten Spielklassen des Saarlandes anzutreffen. Ein weiterer sportlicher Erfolg jener Zeit ist der Pokalgewinn 1936 gegen die Endspielteilnehmer des BC Völklingen. Den Grundstein für den Sprung in die 1. Mannschaft legt der damalige Nachwuchsspieler Alois Bosslet beim Gewinn des „Spichererberg-Turniers“.

Die Kriegsjahre 1939 – 1945

Die Ereignisse 1939, die die Welt um den Frieden bringen, stoppen auch jählings den mit großer Begeisterung in Elversberg und im Saarland betriebenen Billardsport. Die meisten der Aktiven müssen den „grauen Rock“ anziehen, zum „Dienst für das Vaterland“. So müssen die beiden aktiven Mannschaften mit jungem Nachwuchs antreten. Die Spieler jener Zeit sind: Josef Becker, Hans Mieger, Josef Schmidt, Willi Baron, Erich Müller, Heinrich Klemann, Johann Schacke, Heinz Rimpel, Josef Bonert, Christian Schmidt, Willi Höhn und Peter Becker.

Viele der jungen Sportler des BC Elversberg verlieren in diesem Krieg ihr Leben. An dieser Stelle gilt ihnen ein besonderes Gedenken.
Otto Bock,Willi Emich, Hans Mieger, Erich Müller, Josef Schmidt und Hans Wilhelm.

Wirtschaftlicher und sportlicher Wiederaufbau 1945 – 1953

Heimkehr aus der Gefangenschaft, Wiederaufbau der beruflichen Existenz und eine sich schnell entwickelnde deutsche Wirtschaft, kennzeichnen das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben der Nachkriegszeit.

Das schlagartig wieder einsetzende Interesse am aktiven Sport, so auch am Billard, wird zunächst durch ein Gesetz des GOUVERNEMENT MILITAIRE DE LA SARRE, der französischen Militärregierung der Saar, reglementiert. Danach muss jede sportliche Aktivität, gleich welcher Art, in dem sogenannten „OMNISPORTVEREIN“ zusammengefasst werden, wobei eine „politisch belastete Person“ keinerlei Funktion begleiten darf.

So ist es der vorsichtigen Auslegung dieses Gesetzes zu verdanken, dass Willi Höhn mit 21 Jahren Spartenleiter für Billard im „OMNISPORTVEREIN“ wird. Nach Auflösung der Militärregierung wird den Vereinen wieder ihre Selbständigkeit gegeben.

So konstituiert sich am 3. Juli 1949 der BC Elversberg mit 24 Mitgliedern wiederum neu und wählt Willi Höhn zum 1.Vorsitzenden. Seine erste Amtshandlung ist die Herbeiführung eines Beschlusses zur Anschaffung eines Halbmatchbrettes. Eine weitere Maßnahme ist die Verpflichtung von Billard-Altmeister August Wagner aus Saarbrücken zum Trainer des BCE-Nachwuchses.

August Wagner vermittelt den jungen Spielern Willi Höhn, Walter Mees, Gerhard Böllert und Gerd Wilhelm die moderne Spielauffassung, vor allem die „Amerikanische Serie“. Der Erfolg dieses Trainings lässt nicht lange auf sich warten. Schon sehr bald drängen diese jungen Spieler in die 1. Mannschaft mit Willi Höhn als Spitzenspieler.

Wanderjahre des Vereins

Die folgenden Jahre des Clubs sind gekennzeichnet durch zunehmendes Leistungsvermögen, durch Zunahme der Mitgliederzahl, aber auch durch zunehmende Unruhe und durch manchmal recht heftig aufflammende Auseinandersetzungen.

Äußeres Kennzeichen der Unruhe ist der oftmalige Wechsel des Clubheimes. Während bisher die Gaststätte Euschen in der Hauptstraße das Stammlokal des BCE ist, beschließt die Generalversammlung am 15.08.54 das Clublokal zu wechseln und zur Gaststätte Gräber (Sängerheim) überzusiedeln.

Anlass für diese Maßnahme ist der Umbau des Lokals Euschen, wo man den bisherigen Standplatz des Billards als Eingangshalle für das neu errichtete Kino benötigt. Doch bereits 3 Monate später – das kleine Billard muss wegen Platzmangels verkauft werden – wechselt man zur Gaststätte Abel (heute Gaststätte Am Bayrischen Wald) und bleibt dort bis zum Jahre 1960.

Mit der Begründung wieder einen 2. Billardtisch aufstellen zu wollen, folgt 1960 der Umzug in die Turnhalle. Aber dort bleibt man nicht lange. Zwei Jahre später zieht man in die damalige Gaststätte „Schloßquelle“ in der Hauptstraße um, dann wiederum in die Turnhalle, um schließlich 1965 die Zelte bzw. die beiden Billardtische in der Gaststätte Kräber am „Alten Markt“ aufzuschlagen.

In der Gaststätte Kräber hat der BCE mit dem Nebenzimmer genügend Platz. Neben den kleinen Billardtischen wird kurze Zeit später erstmals in der Vereinsgeschichte ein eigener großer Billardtisch, ein großes „Matchbillard“ angeschafft. Das war der Start für die Disziplin Dreiband, die zunächst zur Unterhaltung, schon bald aber wettkampfmäßig betrieben wird.

Niemand ahnt damals, wie sehr das Dreibandspiel in den folgenden Jahren an Beliebtheit gewinnen und zur beherrschenden Disziplin, zur Königsdisziplin werden wird.

Die sportliche Bilanz des BCE in dieser Zeit kann sich sehen lassen. Willi Höhn erzielt den ersten nationalen Erfolg für den BC 1921 Elversberg, in dem er 1956 in Bergisch-Gladbach mit einem GD von 50.90 deutscher Meister in der freien Partie wird.

Die 1. Mannschaft mit Willi Höhn, Gerd Böllert, Gerd Wilhelm, Alois Bosslet, Josef Becker und Jürgen Reinermann ist eine der stärksten saarländischen Mannschaften.

1961 ist der BCE Ausrichter der Deutschen Meisterschaft im Cadre 38/2. Willi Höhn, damals Vorsitzender und Organisator dieser Meisterschaft, ist auch aktiver Teilnehmer und wird Vizemeister. 1963 kehrt Guido Schmitt erfolgreich von der Deutschen Meisterschaft zurück und wird durch den 1. Vorsitzenden, Dr. Werner Bayer, ausgezeichnet.

In den folgenden Jahren gibt es viel Unruhe im Verein. Einige Spieler haben das Bestreben, einen 2. Billardverein in Elversberg zu gründen, was 1969 eintritt und den Verlust einiger starker Spieler zur Folge hat.

Andere Spieler, wie Willi Höhn verlassen den Verein, um künftig in Saarbrücken zu spielen. Das Amt des 1. Vorsitzenden wechselt häufig. Der Clubwirt der Gaststätte Kräber wechselt, das Vereinslokal wird gekündigt, Horst Karl (Opa Karl) verhindert ein völliges Auseinanderbrechen des Clubs und hält die geschrumpften Getreuen des BCE gerade noch zusammen.